Förderverein Heimhof-Theater e. V.
Der Eingang zum Heimhof-Theater

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„Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe als die Menschen zu beglücken.“ – Dieses Zitat von Friedrich Schiller ziert als Wandspruch das Foyer des Heimhof-Theaters und formuliert zugleich den eigenen Anspruch, den die Betreiber auch zu erfüllen wissen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch zu ganz anderen Zwecken errichtet, ist das Heimhof-Theater seit den 50er Jahren das kulturelle Zentrum von Burbach.

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Vorstellungstermine im Heimhof-Theater

Das schönste Theater Südwestfalens

Totale des Heimhof-Theaters

Nach einer umfangreichen Komplett-Sanierung hat Burbach sein kulturelles Zentrum wieder. Für die rund 15.000 Einwohner der kleinen Gemeinde bei Siegen war die Neueröffnung des Heimhof-Theaters im Jahr 2010 ein denkwürdiges Ereignis. Der denkmalgeschützte Bau vereint ein angenehm altmodisches Ambiente mit moderner Ausstattung und einem enorm vielfältigen kulturellen Angebot, das seine Anziehungskraft bis weit über die Grenzen des Ortes hinaus entfaltet. Der Bau wurde mit viel Liebe zum Detail restauriert, wobei der Stil der 50er Jahre in der Innenausstattung beibehalten und noch gezielt betont wurde – nicht umsonst genießt das Heimhof-Theater bei vielen Künstlern und Besuchern seinen Ruf als „schönstes Theater Südwestfalens“.

Kabarett, Konzerte, Theater, Lesungen: das Heimhof-Theater bietet Veranstaltungen auf hohem Niveau, die Unterhaltung und Anspruch in schönsten Einklang bringen. Verantwortlich für das Programm zeichnet der 2005 gegründete „Förderverein Heimhof-Theater e.V.“, der sich den Betrieb des Hauses und die Förderung von Kunst und Kultur in der Region zur Aufgabe gemacht hat. Mit den „Possenhofern“ verfügt man gar über eine eigene Haus-Theatergruppe, deren temporeiche Komödien-Inszenierungen in Burbach als Highlights des Jahres gefeiert werden. Einmal pro Monat wird das Heimhof-Theater zum „Filmpalast“ erklärt und es laufen alte Schwarz-Weiß-Klassiker auf der Leinwand – das Repertoire reicht von Federico Fellini bis hin zum Edgar-Wallace-Krimi. Hinter der Bühne schmücken etliche Plakate vergangener Aufführungen die Wände und halten die Erinnerungen an diese Highlights lebendig. Ein solcher ist zum Beispiel einer der letzten Auftritte des 2013 verstorbenen, legendären Kabarettisten Dieter Hildebrandt, der auf seiner letzten Tournee in Burbach vorbeikam und im Heimhof-Theater gastierte.

Plakate vergangener Vorstellungen im Heimhof-Theater

Vom Pferdestall zum Kulturtempel – Geschichte des Heimhof-Theaters

Der Veranstaltungssaal des Heimhof-Theaters

Das Gebäude des Heimhof-Theaters war nicht immer ein Ort für Kunst und Kultur – früher war es tatsächlich mal ein großer Pferdestall. Der 1917 errichtete Bau diente zunächst als Betriebshof für eine nahegelegene Fabrik der Dynamit Nobel AG. Die vom schwedischen Chemiker Alfred Nobel (dem Namensgeber des Nobelpreises) gegründete Firma produzierte Sprengstoff, der damals noch mit Pferdegespannen über die Landstraßen transportiert wurde. Für die Unterbringung der Pferde und Wägen errichtete Dynamit Nobel den Bau, der während des Ersten Weltkriegs aber zunächst zur Unterbringung ausländischer Arbeitskräfte diente. Nach dem Krieg zogen dann die Arbeiter aus und die Pferde ein, auch Wohnungen für Kutscher und Fuhrleute sowie eine kleine Hufschmiede wurden integriert. Der 22 Meter hohe Wasserturm, das weithin sichtbare Wahrzeichen des Theaters, diente ursprünglich der Versorgung der Pferde mit Trinkwasser.

Als man Ende der 20er Jahre zum Transport des Sprengstoffs zunehmend Bahn und LKWs nutzte, wurden die Pferde überflüssig und der Bau diente wechselnden Zwecken, sei es als Warenlager oder zur Unterbringung von Angestellten. Während des Zweiten Weltkrieges spielte die Nobel AG keine sehr rühmliche Rolle: zur Produktion von Munition und TNT wurden massiv Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge eingesetzt. Nach dem Krieg wurde Sprengstoff für zivile Zwecke produziert, vor allem für den Bergbau. In Burbach hatte man jedoch keine Verwendung mehr für den Gebäudekomplex an der Wasserscheide, der allmählich zur Kulturstätte umfunktioniert wurde. 1951 gründete sich der „Kulturkreis um die Wasserscheide“ und im November selbigen Jahres gastierte die Österreichische Landesbühne Wien mit Carlo Goldonis „Diener zweier Herren“ – der Startschuss für das Heimhof-Theater als Kulturzentrum von Burbach war gegeben.

Wissenswertes

Anfahrt

Der bestuhlte Saal des Heimhof-Theaters bietet bis zu zweihundert Besuchern Platz. Es gibt ein Foyer mit einer kostenlosen Garderobe sowie mehrere Theken, an denen Getränke, Schnittchen und diverse Snacks angeboten werden. Auch bis zu fünf Plätze für Rollstuhlfahrer sind im Saal vorhanden. Die sanitären Anlagen sind behindertengerecht.

Das Heimhof-Theater liegt am Ortseingang Burbach-Wasserscheide, nahe der A45, und ist sofort an seinem historischen Wassertürmchen erkennbar. Parkplätze für Besucher sind direkt hinter dem Gebäude. Vom Parkplatz bis zum Eingang braucht es zu Fuß nicht mehr als zwei Minuten.

Anschriften

Heimhof-Theater:

Heimhof-Str. 7a

57299 Burbach

 

 

Förderverein Heimhof-Theater e.V.:

Eicher Weg 13 - Rathaus Burbach

57299 Burbach

Weitere Veranstaltungen in Burbach

Neben dem Internet können Sie Ihre Tickets auch in einer der Vorverkaufsstellen in Burbach und Umgebung persönlich abholen.