Kino/Film

Ob unter freiem Himmel oder auf Festivals: Bei ProTicket finden Sie Karten für filmkulturelle Veranstaltungen der besonderen Art. Moderne Blockbuster, anspruchsvolles Autorenkino, Dokumentarfilme, Retrospektiven klassischer Genres und Regisseure, Blicke auf die Filmkulturen wenig beachteter Länder: die Programme heutiger Festivals sind ungemein vielfältig.

 

Binnen kurzer Zeit hat sich der Film von einer Jahrmarktsattraktion zur populärsten Kunstform des 20. Jahrhunderts entwickelt. Die frühen Wanderkinos wurden etwa ab 1910 von festen Spielstätten abgelöst – damit begann der Siegeszug der bewegten Bilder.

Heute ist der Gang ins Kino längst nicht mehr so selbstverständlich wie vor den Zeiten von Fernsehen und Streaming-Diensten, aber einen Film in einem vollen Kinosaal zu erleben, ist und bleibt ein anderes Erlebnis als alleine vor dem Bildschirm zu sitzen. Vor allem wollen Filme ja nicht nur gesehen, sondern anschließend auch diskutiert werden.

Während die alltägliche Filmvorführung zunehmend an Zuschauern einbüßt, haben Filmfestivals in der jüngeren Vergangenheit enorm an Bedeutung gewonnen. Neben den großen Festivals in Cannes, Venedig oder Berlin gibt es mittlerweile unzählige kleinere Veranstaltungen, die oft einen ganz individuellen Fokus setzen: Dokumentarfilme, Animationsfilme, Kurzfilme, Filme von Frauen, Filme aus Osteuropa, Filme zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit – es gibt wohl kaum ein Genre oder Thema, zu dem es mittlerweile nicht irgendwo auf der Welt ein Filmfestival gibt.

Auch Retrospektiven gehören auf Festivals dazu. Da wird Filmgeschichte aufgerollt, vergessene Regisseure werden neu entdeckt, alte Genres neu analysiert. Einführungen durch Filmexperten und anschließende Publikums-Diskussionen sind Teil des Programms. Offenbar spielt das Kino vor allem dann noch eine Rolle, wenn die Filmvorführung durch ein solches Begleitprogramm einen einmaligen Event-Charakter bekommt, wenn Experten oder gar Regisseure und Schauspieler zugegen sind, wenn das Gesehene anschließend mit anderen diskutiert werden kann.

Eine etwas andere Form des Film-Events findet sich im Sommer im Freiluft-Kino. Durch die Einmaligkeit der Open-Air-Vorführungen (meistens wird jeder Film nur einmal an einem bestimmten Abend gezeigt), hat diese Form der Veranstaltung ebenfalls einen Event-Charakter. Jedenfalls erfreut sich auch das Filmegucken unter freiem Himmel wachsender Beliebtheit – wobei statt anspruchsvoller Kunstfilme hier meistens eher die Hollywood-typische Art der Unterhaltung zelebriert wird. Ist die Sonne erst verschwunden, geht es auch direkt los – statt mit Popcorn und Cola gerne auch mit Bratwurst und Bier.

Ähnlich dem Theater ist der Film eine Form der narrativen Kunst, die eigentlich für das gemeinsame Erleben gedacht ist und zum Nachdenken und Diskutieren anregen soll. So gesehen ist es also schön, dass der Film vor allem auf Festivals und öffentlichen Plätzen seine alte Anziehungskraft zurückgewinnt.