(5393) 26. Woche der Kleinkunst - Tag 2

Die Sankt Ingberter Pfanne

26. Woche der Kleinkunst - Tag 2

Der große Kleinkunstwettbewerb

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Die Wettbewerbsteilnehmer Samstag, 4. September 2010, 19.30 Uhr Frederic Hormuth Gestöhnt wird überall Ob bei Opel oder an der Börse. Ob in der Einraumkneipe, Zweiraumwohnung oder Dreierbeziehung: Gestöhnt wird überall. Das Leben funktioniert nun mal wie Telefonsex. Wer keine Geräusche macht, wird abgehängt. Ob in den Hinterzimmern der Macht oder den Schlafzimmern der Machtlosen. Wer nicht stöhnt, dem geht’s zu gut. Oder er ist schon eingeschlafen. Frederic Hormuth mischt tagesaktuelles Kabarett mit peppigen Piano-Songs und garstiger Alltagssatire. Intellektuelle Schärfe paart sich mit südhessischem Draufgängertum. Er verbeißt sich in die Politik, verteilt Streicheleinheiten und zückt dann wieder die verbale Peitsche. Die Kanzlerin bezeichnet Deutschland als "die rote Laterne" Europas. Die SPD träumt von käuflicher Wählerliebe. Volksvertreter erlauben sich wie selbstverständlich die dicksten Dinger. Die CSU versucht, bei aller Nächstenliebe nicht rot zu werden. Und alle haben Angst, eines Morgens mit Oskar im Bett zu erwachen, zur Linken natürlich. Deutschland ist politisch dauerverklemmt. Es fehlt die Experimentierfreude. Reden wir darüber! Zeigen wir uns gegenseitig die Stellen, an denen dringend angepackt werden müsste. Und vor allem: Hören wir auf, uns dafür zu schämen. Denn gestöhnt wird überall. Regie: Lutz von Rosenberg-Lipinsky Die Wettbewerbsteilnehmer Samstag, 4. September 2010, 20.30 Uhr Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie „MitternachtSphaghetti“ Wo sich Kabarett und Comedy Gute Nacht sagen, ist das Duo Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie zu Haus. Und es brennt noch lange Licht! Wo sich Liebeslieder und Klamauk ein Stelldichein geben, wo Gesellschaftskritik auf romantische Blödelei trifft, dort kochen Wiebke Eymess und Friedolin Müller MitternachtSpaghetti und machen die Nacht zu ihrem Tag. In ihrem abendfüllenden Programm wickeln die Zwei von der Fensterbank ihre Zuschauer galant um den Finger: urkomisch und melancholisch, mit wunderbaren Songs, mal mit, mal gegeneinander, immer frisch und unerwartet, „lebensklug, frech, intim und sexy“ (Münchner AZ) Eigentlich geht es um Liebe. Um die Liebe zum Essen, zur Provinz, zu Tintenfschen, zum Reißverschlussprinzip auf deutschen Autobahnen und letztlich wie zu aller erst: Um die Liebe zweier Menschen. Doch während das real-fktive Liebespaar versucht, sein Programm über die Bühne zu bringen, verstricken sie sich Abend für Abend in endlosen Assoziationsketten Wortgefechten. Denn es läuft in ihrer Beziehung in jeder Beziehung wie in jeder Beziehung! Das Geld liegt eben auf der Fensterbank, Marie. Wo sonst?. Die Wettbewerbsteilnehmer Samstag, 4. September 2010, 21.30 Uhr Akascht „Zwei Rocker packen ein“ „Tschaka!!“, der Motivationsbefehl der neunziger Jahre hat für die beiden Rockmusiker Hans von Chelius und Stefan Erz seine Wirkung komplett verfehlt. Rückwärts gesprochen wird aus „Tschaka“ „Akascht“ und eine Aufforderung für die zwei übermäßig talentierten Sänger und Songwriter mit großer Gelassenheit ihre holprige Karriere im Musik-Business voller Witz und Selbstironie Revue passieren zu lassen. Immer wieder standen sie knapp davor, den Durchbruch zu schaffen - mal gemeinsam, mal jeder für sich. Große Namen pflasterten dabei ihren Weg: Wie damals, als Peter Maffay... Oder als beim Grand Prix d'Eurovision... Oder als Xavier Naidoo sagte... Oder als diese Plattenfirma vor lauter...wie auch immer - jedenfalls konnten sie den Erfolg im letzten Augenblick stets gerade noch vermeiden. Das Duo erzählt von seinen absurden Erfahrungen mit der Musikindustrie, von kuriosen Auftritten und all den falschen Versprechungen denen die jungen Künstler nur allzu gerne auf den Leim gingen, sehr zum Vergnügen ihres heutigen Publikums. Und doch steht ihre Musik im Mittelpunkt. Inmitten der grotesken Anekdoten zeigen die zwei ausgebufften Profis immer wieder, wo es tonal langgeht. Was die beiden Stimmen, sich selbst mit zwei Gitarren begleitend, zaubern, ist großes Kino. Noch nie war scheitern so ergiebig