Die Sankt Ingberter Pfanne

26. Woche der Kleinkunst - Tag 1

Der große Kleinkunstwettbewerb

Tickets für 26. Woche der Kleinkunst - Tag 1 bei ProTicket kaufen

Die Wettbewerbsteilnehmer Freitag, 3. September 2010, 19:30 Uhr Phillipp Scharri „Der Klügere gibt Nachhilfe“ Da das Programm größtenteils in Reimen vorgetragen wird, legt der Künstler enormen Wert darauf, dass sein Informationstext genau wie vorgegeben abgedruckt wird. Dann sei es auch so: Frei nach dem Motto „Sprache macht Spaß“ Serviert Philipp Scharri Gereimtes nach Maß: Mal satirisch, mal lyrisch in vielen Stilen, Mal beißt er – doch meist, da will er nur spielen. Mit Kabarett-Wortwitz schmeißt er die Gockel Der deutschen Klassik vom hohen Sockel Und bleibt in hintergründigen Scherzen Dem Alltag als Dichter stets dicht auf den Versen. Nicht nur in Reimen und rhythmischer Versform, Denn das könnte ja kein Mensch anderthalb Stunden am Stück aushalten. Im temporeichen Wechsel von Poetry und Stand-Up pendelt er zwischen den Formaten, Springt Seilchen mit dem roten Faden. Bewirbt sich per Li(e)dl als Supermarkt-Spitzel, Sorgt Kaugummi kauend als Kau-Boy für Kitzel, Gibt Nachhilfestunden in Sachen Humor – Und? Heute Abend schon was vor…? Die Wettbewerbsteilnehmer Freitag, 3. September 2010, 20:30 Uhr Helena Marion Scholz „Wahre Lügen“ Der Durchschnittsbürger hat schon dreimal gelogen, bevor der Wecker klingelt. Bis er das Haus verlässt, bringt er es auf sieben – und dann geht es erst richtig los. Welche Wahrheit ist wann die Richtige und sind Lügen nicht sowieso glaubwürdiger? Sollte man lügen um glaubwürdig zu sein und ist es nicht einfacher die Realität an die Gerüchte anzupassen, als umgekehrt? Meistens ist es einfacher, denn wer immer nur die Wahrheit sagt, wirkt irgendwann langweilig (ein Problem, das Päpsten und Richtern vertraut ist; Politikern eher nicht). Helena Marion Scholz (Gesang) und Steve Nobles (Klavier) geben Einblicke in die Welt des modernen Beziehungsnomadentums, verstricken sich in der skurrilen Welt der Teilzeitsingles und berichten über die Künstlergarderoben der Nation. Wie verändern einen 10 Tage Bayern, wenn man auf einer Skihütte ohne Strom festsitzt? Bleibt man als Tuppertunte länger frisch? Wie erträgt man verliebte Paare, und worüber lachen eigentlich Männer? Wie viele Exen passen in eine Stadt, und kann man als multiple Persönlichkeit ein Musical alleine singen? Es heißt, Künstler zeigen ihr wahres Gesicht nur der Kosmetikerin. Ob die Beiden Antworten finden -- und ob diese Antworten der Wahrheit entsprechen oder ob Sie einfach nur charmant angelogen werden, liegt letztendlich im Auge des Betrachters. Die Wettbewerbsteilnehmer Freitag, 3. September 2010, 21:30 Uhr Thomas Kreimeyer „Kabarett der Rote Stuhl“ Thomas Kreimeyer beschreibt sich als „unterhaltender Unterhalter. Das rührt daher, dass er mit den Zuschauern ins Gespräch kommt und die Zuschauer mit ihm. Und schon entsteht Unterhaltung, wie es das Theater noch nie erlebt hat. „Mehr aus dem Leben gegriffen geht nicht.“ meint Thomas Kreimeyer und nimmt die Zuschauer beim Wort und das Leben wörtlich. Der Kabarettist hat sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen zu erreichen und dazu verwendet er zeitgemäße Methoden. Eine davon ist die Kommunikation und die Interaktion, zwei Dinge, die im Alter des World Wide Web oftmals verloren gegangen zu sein scheinen. So bleibt es auch bei Thomas Kreimeyer bei dem Grundsatz, dass Theater über Menschen, über das Leben erzählt. Die Zuschauer können wiedererkennen und Neues entdecken. Ein Bühnengeschehen kann bestätigen oder konterkarieren, kann neue Perspektiven eröffnen, den Blick für Alternativen schärfen, und das nicht als didaktisches Strukturprinzip von oben herab, sondern ausgehend von den Zuschauern selbst, deren eigene Rolle ständig zwischen Zuschauer und Akteur hin und her wechselt. An einem einzigen Kreimeyer-Abend kann vom Lustspiel übers Drama bis zum Kabarett alles geschehen. Wir dürfen gespannt sein, wie dieser Wettbewerbstag endet.

Bilder