(7360) Ellen Schwiers-Ensemble
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Ellen Schwiers-Ensemble

Gin Rommé

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Weller Martin (Holger Schwiers) lebt seit einem Herzinfarkt im Altersheim, wo er sich stur der „fürsorglichen Belagerung“ durch das Pflegepersonal verweigert. Fonsia Dorsey (Ellen Schwiers) scheint sich mit den Heimverhältnissen besser arrangiert zu haben. Wellers Leidenschaft für das Kartenspiel „Gin Rommé“ führt die beiden zusammen. Die Karten werden zum Bindeglied und zum Katalysator für Konflikte, Lebenslügen werden aufgedeckt und die Temperamente machen sich Luft, besonders bei Weller, weil Fonsia Dorsey mit schöner Regelmäßigkeit das Spiel gewinnt. Durch die Diskussionen um die Zustände in Altersheimen und die Probleme der immer älter werdenden Gesellschaft hat das Stück eine ganz neue Aktualität bekommen. Ein spannendes und energiegeladenes Theatererlebnis mit brillanten Schauspielern. Donald L. Coburn (Autor des Stückes): Anmerkungen zum Stück: Man hat mir oft gesagt, kaum etwas sei schwerer zu schreiben als ein Zwei-Personen-Stück. Ich kann das nicht beurteilen, denn dies ist mein erstes Stück – aber ich war der Überzeugung, das, was möglicherweise verloren geht durch das Fehlen weiterer Rollen, könne mehr als aufgewogen werden durch die intensive Konzentration auf die zwei Personen. Ich habe versucht, diese Konzentration auf zwei Leute zu lenken, die sich dem Ende ihres Lebens nähern. Sie sind isoliert und allein – durch die Art, wie sie ihr Leben geführt haben genauso, wie durch die Umstände. Ich benutze das Alter wie ein Vergrößerungsglas, um dadurch jene Lebensabschnitte und Charakterzüge darzustellen, die Weller Martin und Fonsia Dorsey nie genauer untersucht haben. Das Bentley Alten- und Genesungsheim ist nicht anders als hunderte von Altenheimen in unserem Land. Zwar ist „Gin Rommé“ keine Sozial-Reportage, trotzdem können wir unser Verhältnis zum Altern und die Auswirkung solcher Heime auf unser aller Leben nicht beiseite lassen. In dieser Altenheim-Umgebung kämpft Weller darum, sein Leben wieder bis zu einem gewissen Grad in die eigene Hand zu bekommen. Bei ihm läuft das meist eher auf die Manipulation von Menschen und Situationen hinaus, als auf Selbsterforschung. Fonsia dagegen könnte man für zufrieden halten: Sie hat das unbeirrbare Gefühl, im Leben alles richtig gemacht zu haben, obwohl sie gerade deswegen ein alles andere als erfülltes Leben führte und einsam und verbittert geworden ist. Das Gin-Rommé-Spiel bindet die zwei plötzlich aneinander, zugleich ist es Katalysator für die Konflikte, durch die beide immer wieder auseinandergerissen werden. Dieser Kampf ist es, der schließlich zu ihrem persönlichen Schicksal wird. Homepage: www.das-ensemble.de