GASTSPIEL Carsten Bülow

Verehrt und angespien

Das Testament des Francois Villon

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Unter Landstreichern und Verbrechern ist der begnadete Dichter Villon ebenso zu Hause wie bei Herzögen und Fürsten. Die einen beeindruckt er durch seine Balladen, die anderen durch seine Kühnheit, beide durch seine Frechheit und respektlos lose Zunge. Als ein Hin- und Hergerissener zwischen den Welten durchblickt er die Falschheit und den Opportunismus, die fehlende Verlässlichkeit und den Verfall der Werte. Doch er ist auch selbstherrlich, arrogant und eigensinnig, wechselt die Betten wie die Verse. Villons Balladen sind drastisch und verdorben, unverschämt und ehrlich. Die Dichtung ist seine Waffe gegen die Gesellschaft und den Zustand der Welt, die er verachtet und ohne die er nicht wäre, was er ist. Seine letzten Lebensjahre verbringt Villon in der Verbannung – und verfasst mit seinem Hauptwerk „Das große Testament“ eine ungeschönte, pointierte Abrechnung mit seiner Zeit und seinen Zeitgenossen. Carsten Bülow spielt den legendären Mittelalter-Dichter in einer Inszenierung von Stefan Schroeder. „Bülow holt den Villon immer mehr in unser Leben, geht ins Publikum, erzählt vom Vagabundenleben, vom Leben als Scholar und Krimineller, trinkt, isst Bockwurst. – Es ist beinahe so, als säße man mit dem Mittelalter-Dichter in einem Wirtshaus. Vier Bier, fünf Schnäpse und eine Bockwurst später ist Villon dem Publikum ein Vertrauter. Seine Texte haben auch mit dem Leben heute zu tun, sind aktuell, ehrlich, ungeschönt, direkt, wirken nie als reine Kunstform.“ Ruhrnachrichten „Eine Sternstunde der Theaterkunst“ Passauer neue Presse

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