(7113) Stefan Sulke

Enten hätte ich züchten sollen..

Stefan Sulke

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Enten hätt’ ich züchten sollen… Man kann ihm Vieles nachsagen, aber bestimmt keine Liebesdienerei. Wer Sulke ins Lager der Liedermac her sortiert und dann nach vertrauten Koordinaten sucht, wird garantiert nicht fündig. Einen Protestsong oder auch nur kurze, bündige und leicht entschlüsselbare Kommentare zum Tagesgeschehen – Fehlanzeige. Sulke ist kein Mann fürs Grobe. „Diese Anti-Gesellschaftswut“, sagt er, „ist nichts für mich. Ich fühl mich in unserer Gesellschaft einigermaßen wohl. Schau dir nur Schlagzeilen an, wie fade und vergilbt die nach einem Jahr aussehen“. Sulke redet jetzt ziemlich forsch und lässt die gedehnten Silben ausnahmsweise einmal weg. Er verliert sich gern in seinen Aphorismen und liebt die überraschend derben Sätze, die sich indes niemals in seinen Liedern finden. Viel zu direkt, zu wenig hintersinnig. Schön, dass dieser Typ sich nicht in den Turm der Intellektuellen verkrochen hat. „Ich habe so viel Schule hinter mir“, kommentiert Stephan Sulke mit charmant süffisantem Unterton, „Latein, Altgriechisch, Botanik, alles mögliche. Und ich muss ehrlich sagen: genützt hat es mir nicht viel. Genützt haben mir eher die wirklich herben Niederlagen, die schallenden Ohrfeigen.“ Und genau das macht seine Lieder, macht auch sein neues Album so liebenswert. Und zum Unikat.