(5398) 26. Woche der Kleinkunst - Tag 5

Die Sankt Ingberter Pfanne

26. Woche der Kleinkunst - Tag 5

Der große Kleinkunstwettbewerb

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Die Wettbewerbsteilnehmer Mittwoch, 8. September 2010, 19.30 Uhr Lüder Wohlenberg “Spontanheilung“ Was für ein Land, in dem immer mehr Ärzte die Praxis mit der Kabarettbühne tauschen. Vielleicht ist die Wirklichkeit doch lustiger als jedes Bühnenprogramm? Lüder Wohlenberg, zusammen mit Thilo Seibel Gewinner der Sankt Ingberter Pfanne, kann das sicher beurteilen. Gesundheit! Wer wünscht sich das nicht? Dabei kann das eigene Gebrechen durchaus Identität stiftend sein. Ob Cholesterin, Bauchumfang oder Leberwerte, erst jenseits der Normwerte werden wir einzigartig und unverkennbar. Und immer noch gilt: Wer gesund ist, ist nur nicht richtig untersucht. Lüder Wohlenberg führt uns nach seinem Soloprogramm „Zwei Meter Halbgott“ jetzt ins gelobte Land der Tabletten, Therapien und Heilsversprechen und gibt uns die Kügelchen. Die Krise selbst wird zur Lösung. „Spontanheilung“ ist eine furiose Jubelarie auf die unentdeckten Möglichkeiten unseres Gesundheitssystems, gelebter Wahnsinn mit überraschenden Einsichten, dazu politisch nicht korrekt und extrem wirksam. Lüder Wohlenberg ist Arzt, Patient und Kabarettist, zudem Hanseat mit rheinischer Sozialisation: geboren in Hamburg, Schule in Neuss, Medizinstudium in Köln, Facharztausbildung in Düren und Mönchengladbach, lebt und arbeitet in Köln-Nippes.? Die Wettbewerbsteilnehmer Mittwoch, 8. September 2010, 20.30 Uhr Axel Pätz “Die ganze Wahrheit“ Ein durch langjährige Ehe und Kindererziehung gestählter Familienvater schildert mit klaren Worten und viel Musik seine in den dunklen Schluchten des brutalen Alltags erworbenen Erkenntnisse auf allen Gebieten des täglichen Lebens. Zwischen Geburtstrauma und Seniorenresidenz hat Axel Pätz nicht nur gelernt, wie man die Familie heldenhaft den Klauen eines Schwedischen Möbelriesen entreißt, und dass in weiten Teilen der Bevölkerung immer noch erschreckend viel Unwissen über die fachgerechte Lagerung von Leichenteilen herrscht, sondern auch seinen Blick geschärft für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens. So präsentiert er sich als erfahrener Lebensberater, der mit Worten und Liedern bereitwillig Auskunft gibt, und sich dabei virtuos auf Piano, Akkordeon und Concertina begleitet. Am Ende des Abends ist jedenfalls klar: Das Leben ist zwar grausam, kriminell und voller Gefahren, doch wenn man, wie Axel Pätz, „Ja!“ sagt zu Mugabe, Dinkellolly und Westerwelle, dann wird eines Tages vielleicht auch der verzweifelte Aufschrei einer gequälten Kreatur erhört. Ein Aufschrei, um der Welt zu sagen: „Ich will ein Kind von Birgit Prinz!“ Die Wettbewerbsteilnehmer Mittwoch, 8. September 2010, 21.30 Uhr Zu Zweit „Ich war’s nicht“ Tina Häussermann und Fabian Schlaeper, ZU ZWEIT singen sie alles kurz und klein, was ihnen in den Weg kommt. Mit messerscharfem Humor und gewetzten Schnäbeln reiben sich die beiden lustvoll an den Unwegsamkeiten des Daseins: wer hat den Hamster bestattet, obwohl der nur Winterschlaf gehalten hat? Wer hat die rote Badehose bei 90 Grad gewaschen? Wer hat auf dem Sitzrasenmäher das Autofahren gelernt? Und a propos: wer hat eigentlich den Wagen im Pool versenkt? Fragen über Fragen, die nur eine Antwort kennen: Ich war's nicht! Doch die Unschuldsmine täuscht. Tina Häussermann und Fabian Schläper sind vorne nett und hinten gemein. Sie sind einzig, aber nicht artig, und sie sind alles – außer gewöhnlich! Denn sie wechseln die Rollen, Tina singt und Fabian spielt Klavier statt gewöhnlich umgekehrt. Und wenn Fabian zu sehr von seinem Gefühlen übermannt wird, Tina weiß geschickt, ihn aus dem siebten Himmel auf die Erde zurückzuholen. Insofern ergänzen sich die beiden Künstler, die mittlerweile ihr drittes gemeinsames Programm erarbeitet haben. Regie bei „Ich war’s nicht“ führte niemand Geringeres als Pfannengewinner Jo van Nelsen! Da darf man doch gespannt sein!