(5329) Klangwelten
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Deutschlands ältestes und nachhaltigstes Weltmusik-Tourneeprogramm präsentiert im 24. Jahr eine spannende Kombination verschiedenster traditioneller und zeitgenössischer Musikstile der Welt - eine beispiellose, geballte Ladung hochkarätiger Musikerinnen und Musiker. In diesem Jahr sind die Frauen in der Überzahl! Das Konzertprogramm spannt einen weiten Bogen der Klänge: Die musikalische Expeditions- Reise durch 5 Kulturen führt von den archaischen Urklängen der Sibirischen Schamanin über tänzerische afrikanische Leier-Grooves, fremde Anziehungskraft der vietnamesischen Mondlaute und neue Klänge aus Georgien - bis hin zu der funkelnden Klangwelt des Harfenmeisters Oppermann. Es ist eine bewährte Mischung aus bekannten Gesichten und neuen Gästen. Auch in diesem Jahr bleibt das Festival seiner Devise treu: “Der Utopie auf die Beine helfen!” So präsentieren alle Musikerinnen ihren Stil in Reinform, begeben sich aber auch auf einen Pfad des Dialogs. Ein Dialog, dessen Ergebnis wir erhoffen, aber nicht voraussehen können: Maultrommelsequenzen über indische Rhythmen? Ein Blues für Harfe, afrikanische Leier und indische Trommelsequenzen? Georgische-Deutsche Minimal-Music? Klangwelten scheut nicht das Risiko, und es liefert als zuverlässigen Rahmen Rüdiger Oppermanns subtiles Harfenspiel und seine ausgefallenen Arrangements auf der Westlichen Seite - und Jatinder Thakurs pulsierendes Tabla-Spiel auf der Östlichen Seite. In diesem sicheren Rahmen ist alles möglich. Ayarkhaan (Jakutien) - Maultrommeln, Schamanengesänge Ayarkhaan aus Sibirien vertritt den archaischen Stil der Tundra- Gesänge, die uns an mon-golischen Kehlkopfgesang erinnern oder an nordamerikanische Indianer. Dazu spielt sie die Maultrommel Khomus, die bis in abgrundtiefe Tonlagen reicht. Heraus kommt ein über-wältigender, rhythmischer, wuchtig pulsierender Klang, zum Teil durch die Maultrommeln hindurch gesungen. Wir hören funkelnde Obertonmelodien und magische Beschwörungs-gesänge, in denen die Stimmen von Vögeln und Pferden, von Bäumen, Geistern und Stür-men erklingen. Ein wahrhaft magisches Erlebnis mit Albina Dagtyareva. Meipariani (Georgien) - Gesang, Klavier, Geige, Orgel Russudan Meipariani, Creole-Preisträgerin, verbindet traditionelle Gesänge und Melodien ihrer Heimat Georgien mit Kompositionstechniken der Neuen Musik. Mit weitschwingen-der, tirilierender und improvisierender Stimme schwingt sie sich unbekümmert durch ein ganzes Universum der Meiparianischen Kompositionen, die manchmal an Minimal- Music eines Steve Reich oder Wim Mertens erinnern, aber auch Anklänge an Kaukasische Archaik, Jazz und impressionistische nordische Volksmusik nicht verleugnen. Kim Sinh (Vietnam)- Mondlaute, Monochord, Gesang Aus Hanoi kommt der blinde, achtzigjährige Musiker und Sänger. Er spielt die traditionelle Mondlaute Dan Nguyet, Gitarre (mit ausgehöhltem Griffbrett) und singt dazu. Begleitet wird er von seiner Tochter Kim Trah, die auch das faszinierende Instrument Dan Bao spielt, ein Monochord mit flexiblem Hals, das gezogene Flageolette-Töne spielen kann. Die Melodien sind Blues-artig, von fremder Anziehungskraft und flexiblem Rhythmus, der sich an die Tex-te anpasst. Kim Sing ist in Vietnam ein berühmter Barde, alten Volkstheater-Musikstil Cai Luong noch spielt, einen Stil zwischen Volksmusik und asiatischer Klassik, freiheitlich, im-provisierend, ohne die „chinesische Strenge“ und voller emotionaler Ausdruckskraft. Ssempeke (Uganda): Leier, Amadinda-Balaphon, Leier, Gesang Albert Bisaso-Ssempeke stammt aus der Familie der Hofmusikanten des Königs der Bu-ganda, er vertritt eine jahrhundertalte Tradition in Kampala. Die Hofmusiker lebten auf dem Gelände des Königspalasts und waren Berufsmusiker. Schon die ersten europäischen Besucher (Speke, Barth) berichteten begeistert von diesen Klängen. Nachdem diese Tradition schon ausgestorben war, hat Ssempeke Senior den Faden wieder aufgenommen (nachdem Idi Amin vertrieben war) und spielte diese Musik, die vorher nur für den König gespielt wurde, in der Öffentlichkeit. Uganda -“die Perle Afrikas“- besitzt einen reichen Schatz verschiedener Stile, die sich zwischen Zentralafrikanischen kreisförmig gewebten, ineinander verschlungenen Mustern (Amadinda) und Ostafrikanischer Solo-Bardenkultur bewegen (Nyatiti-Leier). Wir hören also die Tanzpulse (wie bei den Ndara-Boys bei Klangwelten 2001) und Leier-Soli a la Ayub Ogada. Ssempeke ist auf der CD African Heart Beat dokumentiert. Eine rhythmische und gleichzeitig zart-verzierte Musik aus dem Herzen des Kontinents. Jatinder Thakur - (Indien): Tablas, perc Der Tablameister und Publikumsliebling aus dem Himalaya. Einer der besten in Europa, der einen glasklaren, virtuosen traditionellen Stil spielt -und doch mit unzähligen Stars der Weltmusik und des Jazz in Europa auftritt. Er sorgt für warmherzige rhythmische Grundierung bei Klangwelten - und das seit 24 Jahren. Ein wahrhaftiger authentischer musikalischer Botschafter. Rüdiger Oppermann - (Europa): Keltische Harfe, Konzept, Arrangements Der deutsche „Drahtzieher der Harfenszene“, Erneuerer des Harfenspiels und interna-tionaler Botschafter der Weltmusik überschreitet seit drei Jahrzehnten erfolgreich die stilistischen Grenzen und hebt den Horizont der Keltischen Harfe auf ein neues Niveau. Er verbindet altirische Bardentechnik mit Ideen der asiatischen und afrikanischen Musik, mit Blues, Groove und Jazz. Er hat sich bewährt als behutsamer Arrangeur des Zusammenspiels, ein vielfach ausgezeichneter künstlerischer Leiter und leitender Künstler, der es versteht, den Kern der traditionellen Klänge freizulegen, zu entschlacken und für neue Dialoge bereitzumachen. Er erhielt 2006 den Deutschen World Music Award, ist Creole-Jurymitglied und Preisstifter (Prix Courage). Er bereitet das Feld, auf dem die anderen mitwachsen und miteinander ins Gespräch kommen können. Im Frühjahr un-ternimmt er, begleitet von einem Filmteam, eine Forschungsreise für KlangWelten nach Zentral/Ostafrika. Beliebt ist seine kenntnisreiche, humorvolle Moderation. In diesem Jahr spielt er neben den keltischen Harfen auch wieder auf dem Harfen- Baum.