(4412) Die Verwirrungen des Zöglings Törleß
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Die Verwirrungen des Zöglings Törleß

Schauspiel nach dem Roman von Robert Musil

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Von der Schwierigkeit erwachsen zu werden: Im Internat treffen vier grundverschiedene Jungen aufeinander. Törleß, meist in seine Ge-dankenwelt versunken, sucht einen Weg im Leben und Antworten auf existentielle Fragen. Seine Introvertiertheit macht es ihm schwer, Anschluss zu finden, doch schließlich nehmen Beineberg und Reiting ihn in ihre Clique auf. Reiting ist Anführer der Klasse und herrscht gemeinsam mit Beineberg diktatorisch über sei-ne Kameraden. Als er den charakterlich schwachen, aus ärmeren Verhältnissen stammen-den Mitschüler Basini beim Diebstahl erwischt, beraten sie gemeinsam, wie mit dem Übeltä-ter zu verfahren sei. Zeigte man ihn beim Direktor an, hätte dies Basinis Rauswurf zur Folge. Törleß stimmt dafür, doch in Reiting und Beineberg erwachen andere Neigungen. Sie sehen die Chance, ihre niederen Instinkte und Machtgelüste auszuagieren. Basini wird nun zum willenlosen Sklaven seiner „Beschützer“. Auch Törleß lässt sich auf das Experiment ein, getrieben vom Wunsch, die inneren Beweggründe, „die Seele“ des Delinquenten zu be-greifen. Er gerät immer tiefer in den Sog von Macht und Gewalt. Und was als harmloses Spiel begann, entwickelt sich rasch zu blutigem Ernst ... Zwei Täter, ein Opfer und ein Mitläufer: Robert Musil zeigt in seinem 1906 entstandenen Roman, dass die Einrichtung „Schule“ gesellschaftliche Abläufe im Kleinen widerspiegelt: der Einzelne fällt der Gruppe zum Opfer. Das Buch wurde mehrfach verfilmt, unter anderem 1966 mit Mathieu Carriere. Thomas Birkmeir, 1964 in München geborener Schauspieler, Autor, Regisseur und Inten-dant, hat Musils visionäres Werk für die Bühne bearbeitet. Seine brandaktuelle Dramatisie-rung von 2002 untersucht die Auswirkungen gruppendynamischer Zwänge und zerstöreri-scher Machtspiele. Der Roman ist auch Thema des NRW-Zentralabiturs 2010.