Zum Sterben schön
Schauspiel von und mit Gilla Cremer
Zum Sterben schön
von und mit Gilla Cremer – Theater Unikate
Regie: Dominik Günther
Ein Theaterabend, der mit Witz und Tiefe die letzten Dinge des Lebens verhandelt
In der gefeierten Theaterproduktion DIE DINGE MEINER ELTERN führte uns Gilla Cremer durch die Haushaltsauflösung des Elternhauses. Mit feinem Humor brachte ihre Protagonistin Agnes das strapaziöse Projekt „sterbefein“ über die Bühne.
Nun steht Agnes vor einer neuen Herausforderung: Das Nutzungsrecht für das Familiengrab ist abgelaufen. Wollen die Schwestern die Pacht verlängern? Das Grab der Eltern auflösen? Wo wollen sie einst selbst bestattet werden?
Die nüchterne Frage des Friedhofsamts weckt Erinnerungen: Hat der Tod nicht schon immer eine große Rolle gespielt in Agnes Leben? Mal spielerisch und bühnenreif, mal beängstigend und erschreckend, mal als Erleichterung, mal als Politikum.
Tod, Sterben und Trauer sind in unserer leistungsorientierten Gesellschaft ungebetene Gäste. Sie halten den Betrieb auf, sie stören und sollen doch bitte als Privatangelegenheit leise und möglichst rasch hinter verschlossener Tür „entsorgt“ werden. Wäre es nicht tröstlich, wenn der Tod, mit dem wir alle ein finales Date haben, sichtbarer und vertrauter wäre? Können wir unser Ende lebensnah und liebevoll gestalten?
Agnes begibt sich auf eine Entdeckungsreise über das Sterben, die Bürokratie des Todes und immer wieder kommt ihr das Leben dazwischen.
wir sind die menschen auf den wiesen
bald sind wir menschen unter den wiesen
und werden wiesen, und werden wald
das wird ein heiterer landaufenthalt
(Sommerlied von Ernst Jandl)
