33. Berleburger Literaturpflaster Tschechien
Das Haus in der Matoušova-Straße
Lesung: Tereza Boučková
33. Berleburger Literaturpflaster Tschechien - Das Haus in der Matoušova-Straße - Lesung: Tereza Boucková
Moderation: Rikarde Riedesel
Übersetzung: Maria Sileny
Deutsche Stimme: Bettina Born
1927 erwarb der jüdische Rechtsanwalt Eduard Schwarz ein Haus in der Matoušova-Straße im Prager Stadtteil Smíchov – als Zuhause für sich und seine Familie.
Er starb noch vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.
In ihrem Roman entfaltet Tereza Boucková die fast hundertjährige Geschichte seiner Nachkommen und der weiteren Hausbewohner.
Ihre Recherchen zu jüdischen Familien führen nach Auschwitz, zu dem berüchtigten Lagerarzt Josef Mengele und zum Kindertransport von Sir Nicholas Winton.
Sie erzählt zudem vom Schicksal der Schauspielerin Zita Kabátová, deren Karriere unter dem kommunistischen Regime zerbrach.
Auch der spätere Präsident Václav Havel ging hier ein und aus, um seine Geliebte Anna Kohoutová zu besuchen.
So wird jede Wohnung des Hauses zu einem eigenen, bewegenden Kapitel tschechischer Geschichte.
Tereza Boucková ist die Tochter von Pavel Kohout und Anna Cornová und eine tschechische Bestsellerautorin.
Es wird ein ganz besonderer Abend, der tschechische Erzähltradition mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts verknüpft.

