(20494) Arthur Rubinstein Philharmonic Orchestra Łódź

Das Weimarer Orchesterdreieck III

Arthur Rubinstein Philharmonic Orchestra Łódź

unter der Leitung von Pawel Przytocki

Dies ist eine Veranstaltung des Tourneeveranstalters Internationale Musikfestspiele Saar gGmbH

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Arthur Rubinstein Philharmonic Orchestra

Pawel Przytocki | Dirigent

Astrig Siranossian | Cello 

Hanna Sosnowska | Soprano


Alexandre Tansman (1897-1986): Variationen über eine Thema von Frescobladi

Mieczyslaw Weinberg (1912-1996): Konzert für Violoncello und Orchester op. 43

Gustav Mahler (1860-1911): Sinfonie Nr. 4 G-Dur


Mit der Konzertreihe zum Weimarer Dreieck rücken die Musikfestspiele Saar 2026 die bedeutende kulturelle und politische Verbindung zwischen Polen, Deutschland und Frankreich ins Zentrum der Aufmerksamkeit. 

Als zweitältestes dauerhaftes Symphonieorchester Polens (nach den Warschauer Philharmonikern) zählt das Arthur Rubinstein Philharmonic Orchestra zu den wichtigsten kulturellen Pfeilern des Landes. In den ersten 33 Jahren der über hundert Jahre alten Orchesterhistorie wechselten die Musiker alle paar Jahre den Spielort ohne festen Standort. Erst 1948 ließ es sich in Lódz, der Geburtsstadt des seit 1984 festgelegten Namengebers Arthur Rubinstein, nieder. 

Das Konzert steht ganz im Zeichen der europäischen Emigration in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der jüdische Komponist Alexandre Tansman, der seinerseits in Lódz geboren und aufgewachsen ist, siedelte in den 20er Jahren nach Frankreich über. Nach dem Überfall der Nazis floh er in den Süden Frankreichs, floh dann nach Lissabon und emigrierte schließlich in die USA. Dort konnte er in der Filmindustrie Fuß fassen und freundete sich mit Igor Stravinsky an, der ihn künstlerisch stark beeinflusste.

Mit Mieczyslaw Weinberg steht ein weiterer Komponist auf dem Programm, der aufgrund seiner jüdischen Wurzeln mehrmals seinen Aufenthaltsort wechseln musste. Geboren in Warschau, verließ er 1939 Polen, floh über Minsk, Taschkent nach Moskau, wo Schostakovitch sein Mentor wurde. Für sein Cellokonzert konnte die französische Cellistin und vielfache Preisträgerin, unter anderem Gewinnerin des ersten Preises beim Internationalen Penderecki-Wettbewerb, Astrig Sianossian, gewonnen werden. Den Abschluss des Konzertes steht Mahlers wohl bekannteste Sinfonie Nr. 4 G-Dur auf dem Programm, welche mit der Vertonung des Gedichts »Das himmlische Leben« aus »Des Knaben Wunderhorn« den Abend mit dem Wunsch nach Harmonie, Frieden und Apotheose schließt.


Wir genießen die himmlischen Freuden | drum tun wir das Irdische meiden

kein weltlich Getümmel | hört man nicht im Himmel

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