2. Kammerkonzert der Saison 2017/2018

SILVER & GARBURG Piano Duo & VOGLER QUARTETT

Einführung in das Konzert 19:30 Uhr

Dies ist eine Veranstaltung des Tourneeveranstalters Rosenthal Musikmanagement

Tickets für SILVER & GARBURG Piano Duo & VOGLER QUARTETT bei ProTicket kaufen

SILVER-GARBURG Piano Duo
SILVER-GARBURG Piano Duo
Tim Vogler, Violine Frank Reinecke, Violine Stefan Fehlandt, Viola Stephan Forck, Violoncello Sivan Silver / Gil Garburg Johann Sebastian Bach (1685–1750): Contrapuncti I, II, III, IV, V, VI, VII und IX aus „Die Kunst der Fuge“ BWV 1080 Franz Schubert (1797–1828): Sonate B-Dur, D 617 für Klavier zu vier Händen und Streichquartett bearbeitet von Richard Dünser Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847): Oktett Es-Dur, op. 20 für Klavier zu vier Händen und Streichquartett bearbeitet von Carl Burchard In der hohen Kunst des Duospiels auf ein oder zwei Flügeln setzen Sivan Silver (*1976) und Gil Garburg (*1975) neue Maßstäbe: Publikum und Kritiker feiern sie, hochkarätige Orchester und Festivals laden sie immer wieder ein. Sie sind in der Carnegie Hall und im Lincoln Center, im Wiener Musikverein, im Sydney Opera House und in der Berliner Philharmonie aufgetreten und haben in rund 70 Ländern auf fünf Kontinenten konzertiert, nun sind sie erstmals in der Viersener Festhalle zu Gast. Sivan Silver und Gil Garburg kennen sich, seit die Duopartner als Teenager das Musikgymnasium in Israel besuchten. Beide gingen nach Hannover, wo sie 2007 als Schüler von Arie Vardi ihr Studium abschlossen und später einen Lehrauftrag erhielten. 2014 berief die Kunstuniversität Graz sie auf eine der wenigen Professuren für Klavierduo. "Lyrische Empfindsamkeit, außergewöhnlich tiefes Verständnis und hinreißende technische Meisterschaft", so schwärmt die Frankfurter Allgemeine Zeitung über ihr Spiel. Zwei Kompositionen für Klavier zu vier Händen werden bei ihrem Viersener Debut zu hören sein: Franz Schuberts 1818 entstandene Sonate B-Dur sowie das Oktett in Es-Dur des 16jährigen Felix Mendelssohn Bartholdy, ein Werk voller Lebensfreude und jugendlichem Überschwang. Individualität, die sich im Gemeinsamen entfaltet – hier liegt das Geheimnis des Vogler Quartetts, welches seit mehr als 30 Jahren in unveränderter Besetzung weltweit eine einzigartige Karriere verfolgt. Tim Vogler, Frank Reinecke und Cellist Stephan Forck waren schon als Schüler am heutigen Carl Philipp Emanuel Bach Gymnasium in Ost-Berlin befreundet, Bratschist Stefan Fehlandt stieß 1985 im Studium hinzu. In Berlin gründeten sie 1993 ihre eigene Konzertreihe im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Ein reiner homogener Klang ist nicht ihr Ideal, vielmehr, so bringt es Tim Vogler auf den Punkt: „dass jeder so individuell spielt wie möglich. Und dass man dennoch die gemeinsame Idee hört, die dahinter steht. … und das kann Glücksgefühle auslösen.“ Gefühle, die das interessierte und engagierte Viersener Kammerkonzert Publikum gerade bei Johann Sebastian Bachs Meisterwerk „Die Kunst der Fuge“ sicher teilen wird. Individualität, die sich im Gemeinsamen entfaltet – hier liegt wohl das Geheimnis des Vogler Quartetts, welches seit 1985 in unveränderter Besetzung weltweit eine einzigartige Karriere verfolgt. Mit kammermusikalischer Intelligenz, spieltechnischer Souveränität und interpretatorischem Feingefühl lassen Tim Vogler, Frank Reinecke, Stefan Fehlandt und Stephan Forck einen unverkennbaren Streichquartettklang entstehen, der dank der lebendigen Ensemblekultur immer neue Perspektiven gewinnt. Der erste Preis beim berühmten Streichquartettwettbewerb in Evian machte das ostdeutsche Ensemble von der Berliner Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ bereits ein Jahr nach der Gründung, 1986, international bekannt. Eberhard Feltz, György Kurtág und das LaSalle Quartett, hier vor allem Walter Levin, förderten das Quartett und wurden zu prägenden Mentoren. Sein umfangreiches Repertoire, das die klassische Quartettliteratur von Haydn bis zu Bartók und der Zweiten Wiener Schule umfasst, erweitert das Ensemble mit weniger bekannten Werken und neuer Musik. Die vier Musiker führten u.a. die Werke von Karl Amadeus Hartmann sowie das mehrstündige Quartett Nr. 2 von Morton Feldman auf und realisierten zusammen mit dem Arditti Quartett einen Rihm-Zyklus zur EXPO 2000. Zu den Uraufführungen zählen Kompositionen von Moritz Eggert, Frank Michael Beyer, Ian Wilson, Jörg Widmann, Mauricio Kagel und Erhard Grosskopf. Für Juli 2014 ist die Uraufführung eines Streichquartetts von Taner Akyol geplant. Regelmäßig arbeitet das Vogler Quartett mit namhaften Künstlern zusammen und vergrößert damit sein Spektrum. In seiner langen Karriere konzertierte das Quartett u.a. mit Lynn Harrell, James Levine, Bernard Greenhouse, Boris Pergamenschikow und Menahem Pressler. Derzeit sind gemeinsame Projekte mit Ute Lemper, Salome Kammer, Tatjana Masurenko, Jochen Kowalski, Jörg Widmann, David Orlowsky, Finghin Collins und Oliver Triendl geplant. In den europäischen Musikzentren fühlen sich die vier Musiker ebenso zu Hause wie in den USA, Japan, Australien und Neuseeland. Sie waren bereits auf nahezu allen wichtigen Konzertpodien zu Gast und spielten in diversen europäischen und nordamerikanischen Kammermusikreihen. Seit 1993 veranstaltet das Vogler Quartett im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt eine eigene Konzertreihe, mit Beginn des Jahres 2000 ebenfalls in Neubrandenburg. 2000 gründete das Ensemble das jährlich stattfindende Kammermusikfestival „Musik in Drumcliffe“ im irischen Sligo und übernahm 2002 die künstlerische Leitung der Kammermusiktage Homburg/Saar. Neben der Konzerttätigkeit engagieren sich die Musiker stark für den musikalischen Nachwuchs. Sie unterrichten an den Hochschulen in Berlin, Leipzig, Stuttgart und Dublin und geben Meisterkurse für professionelle Quartette in Europa und Übersee. Als Nachfolger des Melos-Quartetts hatte das Vogler Quartett die Professur für Kammermusik an der Musikhochschule in Stuttgart inne. Im Bereich der Musikvermittlung zählen die Instrumentalisten zu den aktivsten deutschen Kammermusikensembles. Sie verwirklichen Kinder- und Jugendprojekte beim jährlichen Festival „Musik in Drumcliffe“ in Irland und seit 2005 bei den mehrfach ausgezeichneten Nordhessischen Kindermusiktagen. Die Diskographie des Vogler Quartetts beinhaltet eine Reihe hochgelobter Einspielungen für die Labels BMG/RCA, Nimbus, col legno und cpo. Seit 2005 ist die Formation bei „Profil”-Edition Günter Hänssler unter Vertrag und hat dort Schubert- und Mendelssohn-Interpretationen veröffentlicht. Die bei Sony erschienene CD „Paris Days – Berlin Nights“ mit Ute Lemper und Stefan Malzew erhielt eine Grammy-Nominierung. Derzeit entsteht eine Gesamtaufnahme der Dvorák-Quartette für das Label cpo. Im April 2014 legt das Vogler Quartett bei „Phil.harmonie“ ein Tango-Album mit dem Bandoneonisten Marcelo Nisinman vor.

Bilder