Lesung

Der Nazi und der Frisör Teil 1

mit Reinhard Prüllage

Dies ist eine Veranstaltung des Tourneeveranstalters KunstWerk gGmbH

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Reinhard Prüllage
Reinhard Prüllage
In großformatigen, leicht colorierten Schwarz-weiß-Aufnahmen zeichnet der Nordhorner Fotokünstler Reinhard Prüllage ein eindringliches Bild der Frontstadt Jerusalem. Das quirlige Bild einer lebendigen, von Leben berstenden Jerusalemer Altstadt mit den engen Gassen wird immer wieder durch die Omnispräsenz von Waffen und Militärpersonal verdüstert. Die Bilder versuchen, den Eindruck wiederzugeben, den Prüllage von seiner Israelreise mit zurückbrachte. Diesen Eindruck eines Landes in einen unauflösbaren gewaltätigen Konflikt zwischen Juden und Araber verstrickt zu sein scheint. Begleitend wird der Rezitator Prüllage diesen Eindruck mit einer auszugsweisen Lesung aus Edgar Hilsenrath’s Groteske „Der Nazi und der Friseur“ während der Vernisage und der Finisage verstärken. Der KZ-Überlebende Hilsenrath erzählt in diesem 1971 zuerst in den USA veröffentlichten Roman die groteske und absurde Geschichte des SS-Massenmörders und KZ-Aufsehers Max Schulz, der sich nach dem Krieg in die Identität seines jüdischen und von ihm ermordeten Kinderfreundes Itzig Finkelsteins flüchtet und schließlich nach Israel auswandert, wo er als aktiver Kämpfer an Überfällen auf arabische Bevölkerungsgruppen teilnimmt und schließlich als ergrauter Inhaber eines Friseursalons ins jüdische Paradies eingeht.

Bilder