(13303) Lesung: Mascha Kaleko

Lesungen im Theater-Foyer

Lesung: Mascha Kaleko

Dies ist eine Veranstaltung des Tourneeveranstalters Mendener Schaubühne e.V.

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Mit den Lesungen von Werken der Autorin Mascha Kaléko haben Barbara Krafft und Klaus Ullrich mal wieder echte Schätze der Literatur ausfindig gemacht und bringen diese zusammen mit Inge Gremm und Hubert Luig auf die Bühne des Theaters am Ziegelbrand in Menden. Kaléko folgt somit auf Wilhelm Reich und Fjodor Dostojewski und findet sich damit, wie zu Lebzeiten, wieder in einer Reihe großer Männer. Häufig wurde sie als „weiblicher Kästner“ bezeichnet oder mit Ringelnatz und Morgenstern verglichen – gerecht ist man ihr damit nie geworden. Mascha Kaléko war eine Dichterin der sogenannten Neuen Sachlichkeit. Diese Literaturform fand vor allem in der Literatur der Weimarer Republik Beachtung. Themen wie Gesellschaftsprobleme, aber auch Erotik, Technik und politische Krisen werden hier ungewöhnlich nüchtern betrachtet – ohne dabei emotionslos zu sein. Mascha Kaléko wendet diesen Stil vornehmlich in ihren Gedichten an, in denen sie das Großstadtleben ironisch-zärtlich und auf melancholische Art und Weise beleuchtet. Kaléko eckte dabei gerne an: Als ihr 1960 der Fontane-Preis der Akademie der Künste in Berlin verliehen wurde, lehnte sie ab, da ein Jurymitglied Anhänger der SS war. Nachdem sie zwischenzeitlich vor den Nationalsozialisten in die USA fliehen musste, lebte sie zwischenzeitlich wieder in Deutschland und wurde wieder einem breiten Publikum bekannt. Bis heute werden ihre Stücke gerne in Lesungen präsentiert und als Chansons vertont von Sängern wie Rainer Bielfeldt gesungen.

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