(7573) Mobbing

Agentur Rühsen

Mobbing

Schauspiel von Annette Pehnt

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‚Mobbing’, so wissen es die Lexika, ist „das ständige Schikanieren von Menschen durch Kolleginnen und Kollegen sowie Vorgesetzte mit der Absicht, sie von ihrem Arbeitsplatz zu vertreiben“. Was Mobbing als Lebensrealität ist und für die unmittelbar Betroffenen konkret bedeutet, zeigt Annette Pehnt in ihrem aufsehenerregenden Roman „Mobbing“ und dem darauf basierenden Bühnenstück. Jo, Angestellter in einer Stadtverwaltung, wird, als eine neue Vorgesetzte im Amt das Sagen hat, zum Mobbing-Opfer. Erzählt wird die Tragödie aus der Sicht seiner Frau auf der Grundlage dessen, was sie von Jo über seine Situation erfährt. Sie liebt ihn, will zu ihm halten. Doch schließlich bröckelt ihr Glaube an ihn; ihre Vorstellungen vom angemessenen Verhalten in dem Konflikt und seine driften auseinander. So en-det das Stück tieftraurig. Es gibt kein Vertrauen mehr zwischen den Partnern, keine Kommunikation, nur Zweifel. Die geschilderte Thematik, offenbar Realität für Millionen, wird von Gilla Cremer nach dem Urteil der Kritiker „phänomenal gut“ auf die Bühne gebracht. Sie lässt die Gefühlswelt von Jo ’s Frau ebenso klar werden wie die Arbeitswelt ihres Mannes sowie seine Wahrnehmung von Heim und Familie. Ganz allein ist sie nicht auf der Szene: In einer mannshohen gläsernen Vitrine sitzt Patrick Cybinski, spielt Cello und gibt so Jo’s Gefühlen Ausdruck: Ausgegrenzt-Sein, Einsamkeit, Hilflosigkeit. Annette Pehnt und Gilla Cremer bieten ein Drama von äußerster Aktualität, das Betroffenheit und Nachdenklichkeit auslösen sollte. Problemlösungen bieten sie nicht