(7534) Die Buschtrommel
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Die Buschtrommel

Tunnel am Ende des Lichts

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Tiefgründiges Kabarett als Kunstform? Die zwei von der „Buschtrommel”, Andreas Breiing und Ludger Wilhelm, führten ihr Publikum am Samstag im Bennohaus mit kunstvollen Wort- und Satzkapriolen in die Tiefen der globalisierten Gesellschaft von heute. Unter Regie von Rudolph Gäbler zeigten sie politisches Kabarett und anspruchsvolle Unterhaltung mit großer komödiantisch-tänzerischer Ausdrucksfähigkeit. Behutsam stiegen sie in brisante Themen ein, der eine griff gesellschaftliche Missstände auf, der andere beschwichtigte. Nachrichten werden manipuliert: Diese Fähigkeit musste ein Regierungssprecher in spe unter Beweis stellen. Von der Finanzkrise in Griechenland profitierte Willy, alias Andreas Breiing, aus der Uckermark. Der Bildungsbürger (Ludger Wilhelm) wird konfrontiert mit sozialen Missständen in einer Stätte für griechische Hochkultur. Fast schon Mitleid erregend war schließlich das von Breiing vorgetragene Märchen “Es war einmal das Wulff”, welches schon in der Premiere von “Tunnel am Ende des Lichts” im September 2011 Teil des Programms war. “Die Buschtrommel” sah das Drama des damaligen Bundespräsidenten Wulf kommen! Auch der Münsterländer und seine Mentalität wurden ordentlich auf die Schippe genommen. In Tracht und Holzschuhen präsentierten sich die zwei von der Buschtrommel singend und Folklore tanzend. Zum Lachen geht der Westfale in den Keller? Von wegen – das Publikum bat um eine Zugabe. Die Tiefen hinter der Oberfläche und auch zwischen den Zeilen etwas zu entdecken, das schaffte “Tunnel am Ende des Lichts” ohne Mühe.