(5453) Der heitere Himmel scheint hinein

Konzert B5 Thüringen Philharmonie Gotha 2010/2011

Der heitere Himmel scheint hinein

Solist: Sebastian Theile, Klarinette; Ltg.: S. Tsialis

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Während seiner Reise nach Schottland, bei der Mendelssohn unter anderem nicht unerheblich unter dem notorisch schlechten Wetter litt, besuchte er am 30. Juli 1829 Holyrood Palace bei Edinburgh, wo Maria Stuart einige der bittersten Momente in ihrem Leben erleiden musste. Dieser Besuch hinterließ bei dem jungen Reisenden offenbar einen so überwältigenden Eindruck, dass er sogleich beschloss, eine Sinfonie zu schreiben, denn noch am gleichen Tag notierte er: "In der tiefen Dämmerung gingen wir heut nach dem Palaste, wo Königin Maria Stuart gewohnt und geliebt hat. Der Kapelle fehlt nun das Dach. Gras und Efeu wachsen viel darin, und am zerbrochenen Altar wurde Maria zur Königin von Schottland gekrönt. Es ist alles zerbrochen, morsch und der heitere Himmel scheint hinein. Ich glaube, ich habe heut da den Anfang meiner schottischen Sinfonie gefunden." Das Werk blieb jedoch zunächst liegen, denn vollendet hat Mendelssohn das Stück, dessen ernstes Eröffnungsthema wohl auch auf die tragische Geschichte dieses Ortes zurückgehen dürfte, erst zwölf Jahre später.