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Gespenster

Familiendrama von Henrik Ibsen

Dies ist eine Veranstaltung des Tourneeveranstalters Büro Theatergastspiele Fürth UG

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Gespenster
Gespenster
mit Anja Kruse, Michael N. Kühl, Sarah Maria Besgen, Ralf Komorr und Sebastian Sash ??Regie: Peter M. Preissler Die Schatten der Vergangenheit holen uns immer wieder ein ... Vor uns liegt eine „düstere, von Dauerregen verschleierte Fjordlandschaft“. Vielleicht in der Gegend um Bergen, im Westen Norwegens, vielleicht anderswo. Auf Frau Alvings Gut, soviel scheint klar, spukt es. Doch handelt es sich um sehr weltliche Gespenster, die dort umgehen: Wiedergänger (Ibsens Originaltitel lautet: Gengangere) aus einer verdrängten Vergangenheit, welche im Handlungsverlauf allmählich ans Licht treten. Die eigentliche Hauptperson, Patriarch Alving, ist zu Stückbeginn längst tot. Das dunkle Erbe des Kammerherrn aber enthüllt sich erst jetzt ... Ihren Sohn Osvald hatte sie schon als Kind aus dem Haus gegeben, damit er die Ehrfurcht vor seinem Vater nicht verliert und mit der Lüge aufwächst, sein Vater sein ein Ehrenmann. Das Kind der Dienstmagd, das diese von Helenes Mann bekommt, zieht sie auf, lügt die Schmach tot und kauft dem Kind einen falschen Vater. Das Lügen geht weiter... Die Jahre gehen dahin. Nun soll dem Patriarchen Alving ein Denkmal gesetzt werden - und der malende inzwischen erwachsende Sohn Osvald kehrt aus Paris heim. Helene Alving ist hin- und hergerissen zwischen der eigenen Sehnsucht nach Wahrheit und Freiheit und den von ihr selbst fälschlicherweise in die Welt gesetzten Illusionen ihres Sohnes. Frau Helene beginnt, Position zu beziehen gegen die bürgerliche Gesellschaftsordnung, ihre Konventionen, Pflicht- und Eheauffassungen. Sie sind das, was sie "Gespenster" nennt. Sie kämpft auch gegen den Moralprediger. An der Seite des Sohnes geht sie sogar so weit, dass sie vor dem Tabu einer Ehe Oswalds mit seiner Halbschwester nicht zurückscheut. Sie ist nun auf der Seite der "Lebensfreude". Das Lügen hat ein Ende, alles wird gut. Doch der falsche Vater taucht auf und nimmt das verkommende Dienstmagdkind mit in die Matrosenkneipe. Oswald erkrankt an Syphilis und wird vollends schwachsinnig. Die Lebensfreude führt zur Lebenszerstörung. Henrik Ibsen löste mit seiner Kritik an Ehe, Kirche und Inzest 1881 einen Skandal aus. Das Familiendrama «Gespenster» wurde aus diesem Grund von etlichen Theatern in nordischen Ländern abgelehnt, so dass die Uraufführung 1882 in Chicago stattfand und von dort seinen Weg auf die europäischen Bühnen fand. Seine Dramen beeinflussten Generationen von Dichtern, Philosophen und Politikern und machen ihn zu einem Autor von Weltrang. Die Aktualität seiner Stücke ist ungebrochen. Sind wir jemals ehrlich genug, um von Lügen unberührt zu bleiben? – Mit dieser Frage beschäftigt sich Henrik Ibsens Drama „Gespenster“. Ein Ehemann, dessen Zügellosigkeiten nicht ohne Folgen bleiben und eine Vielzahl aneinander gereihter Lebenslügen, welche die Familie trotz allem zusammenhalten sollen: Dies sind die Gespenster der Vergangenheit, vor denen Witwe Helene Alving ihren Sohn Osvald zu schützen ersucht. Doch der Teppich unter den gekehrt wird, wirft sich auf und offenbart jene Hölle, welche die Anpassung an gesellschaftliche Konventionen dem nach Idealen strebenden Individuum beschert. Gespenster, 1881 entstanden, ist ein Familiendrama, in dem die Figuren immer mehr von ihrer eigenen Geschichte erfahren, bei der Unausgesprochenes zusehends ins Unerträgliche wachsen kann. Die Übersetzung des originalen Stücktitels Gengangere mit Gespenster missfiel Ibsen daher nicht zu Unrecht: Eine präzisere Übersetzung aus der dänischen Sprache wäre Wiedergänger - ein Wort, das zum einen eine konkrete, körperhafte Geistererscheinung benennt, zum anderen auch benutzt wird, um diejenigen zu bezeichnen, die immer wieder an einen spezifischen Ort zurückkehren und nicht von davon lassen können.

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