(11773) Benefiz. Jeder rettet einen Afrikaner
ProTicket präsentiert:

Benefiz. Jeder rettet einen Afrikaner

Komödie von Ingrid Lausund, Burghofbühne Dinslaken

Dies ist eine Veranstaltung des Tourneeveranstalters Landestheater Burghofbühne

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Wohltätigkeitsveranstaltungen sind „in“. Möglichst viel finanziell potentes Publikum muss angelockt und angesprochen werden, Herzen und Geldbörsen sollen sich öffnen. Am besten scheint dies zu gelingen, wenn man eine Prominente/einen Prominenten als Schirmherrin/-herrn gewinnen und zu einem Auftritt auf der Bühne überreden kann. Und was ist, wenn dies nicht klappt, wenn man zwar für ein Entwicklungshilfeprojekt in Afrika voll engagiert, im Hinblick auf die Organisation einer Benefiz-Show aber völlig unerfahren ist? Die Autorin Ingrid Lausund macht diese Situation zum Ausgangspunkt ihrer Komödie. Fünf Damen und Herren erarbeiten und erproben ein Konzept für den besagten Abend, entwickeln Ideen und verreißen die der anderen, streiten und versöhnen sich, bilden Koalitionen und dividieren sich wieder auseinander. Eitelkeiten sind ein nicht zu unterschätzendes Verhaltensmotiv! Und wir, die Zuschauer, dürfen dabei zuschauen, dürfen angesichts des Gezeigten lächeln, lachen und betroffen sein. Denn die in feinsinniger Satire vorgestellten Charaktere sind Typen, wie sie uns immer wieder begegnen, stellen Eigenschaften aus, die, wenn wir uns offen und kritisch selbst beobachten und bewerten würden, zumindest zuweilen wohl auch bei uns zu finden sind. Da ist die nervend gefühlige Betroffenheitstussi: „Ich find’s ganz, ganz schlimm!“; da spreizt sich die „Macherin“, die ihre Professionalität und damit einen Führungsanspruch herausstellt. Da ist der stets Beleidigte … usw. Und über allem und allen hängt das Damoklesschwert der politischen Korrektheit: Was darf man sagen? Wie darf man was sagen? Was an Mimik, Gestik, an Bühnendekoration ist dem Ernst des Themas angemessen? Wo sind die Grenzen des guten Geschmacks? Reichlich Stoff für grundsätzliche Auseinandersetzungen, die hier aber nicht akademisch trocken und systematisch argumentativ geführt werden, sondern sich leicht, witzig, amüsant vor den Augen und Ohren der Zuschauer entwickeln. Nichts dabei ist „platt“; und vieles müsste dem, der Sinn für Satire hat und bereit ist, in den Spiegel zu schauen, den die Autorin und die Schauspieler uns vorhalten, unter die Haut gehen. „Eine bissige Komödie, die pointiert die Sorgen um Political Correctness, das eigene schlechte Gewissen und die Grenzen des Anstands gekonnt aufs Korn nimmt.“

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