(11188) 29. Int. Jazzfestival 2015 - Tag 2

Classic goes Jazz

29. Int. Jazzfestival 2015 - Tag 2

Vier Tage Blue Notes in St. Ingbert

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2. Festivaltag Freitag, 20. März 2015 20:00 Uhr SAP Bigband feat. Nicole Jo & August Wilhelm Scheer Leitung: Thomas Siffling Seit 2000 leitet der mit zahlreichen Preisen ausgestattete Mannheimer Jazztrompeter Thomas Siffling die SAP Big Band. Er konfrontiert die Band immer wieder mit neuen musikalischen Herausforderungen, denn es ist sein erklär-tes Ziel, die beste Amateur-Bigband der Region zu leiten. Die meisten Mitglieder der 1996 gegründeten Band arbei-ten bei SAP. Verstärkt wird sie durch Musikerinnen und Musiker aus der Region um Walldorf (Baden), wo sich der Firmensitz von SAP befindet. Die Band hat viele langjährige Mitglieder, von denen mittlerweile einige unter der Anleitung des Bandleaders zu begeisterten, spielfreudigen Solisten geworden sind. Die Band verfügt über ein vielfältiges Repertoire auf hohem musikalischem Niveau. Die Bandbreite reicht von klassischem Swing und einfühlsamen Balladen über Latin und Funk bis hin zu neuerer Bigband-Literatur. Eine wichtige Rolle spielen Arrangements, die von Künstlern wie Chris Perschke oder Peter Lehel eigens für die SAP Big Band geschaffen wurden. Nicole Jo – mit vollem Namen Nicole Johänntgen - ist Sa-xophonistin, Komponistin und Lehrerin für Kinder und Er-wachsene im Jazz, Pop und Klassik Bereich. Ganz nebenbei geht sie von ihrem Schweizer Wohnort auch ihrer internationalen Karriere nach, die sie rund um die Welt zu namhaften Festivals und Auftrittsorten gebracht hat. Im saarländischen Fischbach aufgewachsen, begann Nicole mit 6 Jahren Klavier zu spielen und griff einige Jahre später zum Saxophon. Sie sammelte ihre ersten Bühnenerfahrungen in der Band ihres Vaters wie auch im Jugend Jazz Orchester des Saarlandes. Sie studierte in Mannheim Saxophon und Komposition in Jazz/Popularmusik und lebt seit 2005 als freischaffende Musikerin in Zürich. August Wilhem Scheer ist in seiner Eigenschaft als Un-ternehmer und Professor für Wirtschaftswissenschaften sicherlich bekannter denn als Musiker. Dennoch, Scheer gilt als versierter und angesehener Baritonsaxophonist; er tritt mit unterschiedlichen Jazz-Combos regelmäßig öffentlich auf. Bemerkenswert sein Engagement für die Kulturförderung. Dabei geht es besonders um den Jazz, und die Wissenschaft, die mit Hilfe der 2001 gegründeten August-Wilhelm-Scheer-Stiftung für Wissenschaft und Kunst Unterstützung findeet. 10 Jahre finanzierte die Stiftung eine Professur für Jazz an der Hochschule für Musik Saar. . 2. Festivaltag Freitag, 20 März 2015 21:30 Uhr David Gazarov Trio • David Gazarov Piano • Meinhard Jenne drums • Mini Schulz bass Es gibt in der Musik Denkmäler, die man ehrfurchtsvoll unangetastet lassen möchte. Johann Sebastian Bach gehört gewiss dazu, ebenso Frédéric Chopin. Doch solcherlei missverstandener Respekt ist ganz und gar nicht Sache des Pianisten David Gazarov, den mancher Musikkritiker sogar als legitimen Nachfolger des legendären Jacques Loussier ansieht. Wie sein großes Vorbild versucht er Klassik und Jazz zu vereinen. Zugeben, eine Gratwanderung, die Klassikfreunde ebenso verschrecken könnte wie Jazzfans. Warum Klassik und Jazz gar nicht so weit voneinander entfernt sind, begründet David Gazarov damit, dass sich die Komponisten der Blue Notes natürlich auch bei den Vorbildern der Vergangenheit bedient haben. Eine einleuchtende, wenn auch etwas zu einfache Erklärung. Denn das, was das David Gazarov Trio auf der Bühne präsentiert, ist eine ganz eigene Musik. Eindeutig dem Genre Jazz zuzuordnen, dennoch unverkennbar im Geist etwa von Johann Sebastian Bach oder Frédéric Chopin, deren Werke sich die Musiker vorgenommen haben Immerhin, ein verbindendes Element zwischen Bach und Jazz ist offensichtlich. Es ist der ausgeprägte Rhythmus, der zu Zeiten des Barock allerdings auf ein Schlagzeug verzichten musste. Ganz im Gegensatz zur Gegenwart, in der sich Meinhard Jenne ganz in die Synthese der Musik einleben kann. Mit bestem Gefühl für die Kompositionen, einer bemerkenswerten Leidenschaft und einem gehörigen Maß an Improvisationsfreude geht er ans Werk. Unverkennbar, dass David Gazarov eine klassische Ausbildung genossen hat. Mit präzisem, energischem Anschlag und rhythmischer Begeisterung geht er ans Werk. Und immer in kongenialer Begleitung. Während das Schlagzeug eher für die harten, deutlichen Rhythmen zuständig war, erlebt man Mini Schulz im Trio als einfühlsamen Taktgeber am Kontrabass.