(16301) Die Beichte
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Die Beichte

Schauspiel von Felix Mitterer

Dies ist eine Veranstaltung des Tourneeveranstalters Büro Theatergastspiele Fürth UG

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Die BeichteDie Beichte - Schauspiel von Felix Mitterer

AKTUELLER KANN THEATER NICHT SEIN … UND WICHTIG IST ES, DASS WIR ES ZEIGEN ! September 2018: Zum ersten Mal gesteht die katholische Kirche in Deutschland ein, was sie erst jahrelang vertuscht und dann weiter beschönigt hat. Zum ersten Mal ließ sie den Kindesmissbrauch in ihren eigenen Reihen flächendeckend untersuchen. Ein Duell zweier Männer um die Wahrheit hinter einem drastischen Fall von sexuellem Missbrauch durch einen Kirchenmann an einem seiner Zöglinge bildet den Stoff von Felix Mitterers Stück „Die Beichte“, dessen Hörspielfassung die Auszeichnung „Bestes Hörspiel des Jahres“ und den „Prix Italia“ erlangte.

Ohne Schwarz-Weiß-Malerei entwirft Mitterer einen Dialog zwischen dem ehemaligen Chorknaben Martin und seinem einstigen Lehrer Pater Eberhard, der sich aus einer Beichte ergibt: Martin hat selbst seinen minderjährigen Sohn missbraucht und will nun sich und sein Kind töten. Daraus ergibt sich ein tief schürfendes Gespräch um Schuld, Sünde und Sühne, aber auch um Schönheit und Liebe. Die immer bedrückender werdenden Rückblenden in die Kindheit des Missbrauchsopfers, machen das ganze schreckliche Ausmaß und die Folgen dieser seelischen und körperlichen Qual erlebbar. In der Begegnung der beiden Männer stellt Mitterer aber auch die Frage nach möglicher Vergebung.

Das Stück zeigt, welche massiven seelischen Wunden Menschen einander antun können – und wie sexuelle Gewalt die Biografie jedes Opfers von Grund auf stört und zerstört: ein ebenso hoch aktuelles wie verstörendes Stück, das für viel Diskussionen sorgen wird. Felix Mitterer sagt zu seinem Stück „Die Beichte“, es gehe ihm nicht um Religion, sondern um Missbrauch, es gehe ihm auch nicht um Rache, sondern darum, dass endlich darüber geredet wird. Er habe eine Konfrontation, ein Jahrzehnte lang herbeigesehntes Gespräch zwischen Täter und Opfer herbeiführen wollen. Kinder, gerade in Heimen, suchen Wärme und Nähe, diese Sehnsucht auszubDie BeichteBenjamin Krügereuten, ist ein ungeheuerliches Vergehen, genauso, wie die Ausrede aller Täter, dies alles sei aus „Liebe“ geschehen. Die stillschweigende Doppelmoral lässt Menschen in Systemen allein, mit denen sie nicht zurecht kommen, bürdet den Opfern auch noch Schuld auf ! Hier setzt auch die Kritik an der Kirche an, einer männlichen Welt, die Frauen als handelnde Personen ausgrenzt. ? Mitterers berührendes Theaterstück besitzt angesichts der schockierenden Enthüllungen der Opfer sexuellen Missbrauchs in der Kirche nach wie vor traurige Aktualität. Ohne einseitig zu verurteilen oder zu polemisieren, zeigt Mitterer die psychologischen und sozialen Hintergründe und die Folgen derartiger Verletzungen auf.

Er entlarvt menschliche Schwächen und Fehler und entwickelt zugleich Hochspannung und Dramatik. Felix Mitterers Stücke zählen zu den meistgespielten in Österreich. Wie kaum jemand sonst versteht er es, ungewöhnliche Schicksale dramaturgisch in Szene zu setzen. Geboren 1948 in Achenkirch/Tirol, ist Mitterer seit 1978 erfolgreicher Theater- und Drehbuchautor, mitunter auch selbst Schauspieler. Sein Blick gilt oft den Außenseitern, den sozial Randständigen und jenen, die den Mut aufbringen, gegen den Strom zu schwimmen. Zu seinem 70. Geburtstag im Februar 2018 erschien seine Autobiographie "Mein Lebenslauf".

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